Am Sonntag, dem 26.01.2020 trafen wir uns (20 Mitglieder) zu unserem traditionellen Neujahrsessen im Fachwerkhaus. Gilles begrüßte uns und wünschte allen ein gesundes neues Jahr. Auch ein „Geburtstagskind“ konnte er beglückwünschen: Lothar wurde stolze 88 Jahre! Einen Blumenstrauß gab es natürlich auch.
Um drei Stehtische gruppiert, tauschten wir in angeregten Gesprächen bei einem Glas „Kir Royal“ und kleinen canapés unsere letzten Neuigkeiten und Meinungen aus. Dann genossen wir das Mittagessen, von Schlachtermeister Stache immer wieder vorzüglich bereitet. Leider konnte unser ehemaliger Bürgermeister Herr Sidortschuk, den wir mit seiner Gattin eingeladen hatten, nicht kommen. Wir hätten ihm gerne noch einmal gedankt für seine Unterstützung.
Zum Dessert wurden die Blätterteig-Mandelkuchen, die „Galettes des Rois“, angeschnitten und wir warteten gespannt, wer denn diesmal auf eine Fève, ein kleines Porzellanmacaron beißen würde. Nach neugierigem „Wer denn nun?“ begrüßten wir mit Halloo: eine Königin Amy und einen König Karl-Heinz. Beide setzten ihre Kronen auf und „präsidierten vor dem Volke“.
Das Wetter war uns gut gesonnen, und ein Spaziergang durch den Stadtpark erfrischte die Sinne. Zum anschließenden Kaffee und Kuchen gab es so leckere Torten, dass wir trotz des reichhaltigen Mittagessens nicht widerstehen konnten und wollten. Es wurde geschlemmt aber auch interessiert zugehört, als Monika den „Jahresendbrief“ aus der Provence von Karin und Günter vorlas. Wir erfuhren, dass die Klimaveränderungen auch in der Provence weitreichende Folgen haben: entweder ist es zu trocken und Brände entstehen schon am Jahresanfang oder die Wassermassen reißen Alles mit sich. Auch die Streiks gingen 2019 weiter, verschafften aber Karin und Günter Ende des Jahres unverhofft wunderschöne Momente, die sie die traumhafte Landschaft der Côte d’Azur im Morgenlicht genießen ließen. Wir beneideten sie darum und waren in Gedanken bei ihnen.
Das Neujahrsessen ging zu Ende und – wie schön – alle packten mit an. Im Nu waren Büffet, Reste, Stühle und Tische weggeräumt und eingeordnet. Bis zum nächsten Jahr! Na ja, nicht ganz so lange, denn unser nächstes Projekt ist doch schon der Besuch der französischen Freunde zu Pfingsten.

 

 

Voller Vorfreude traten am Freitag vor Pfingsten 14 Mitglieder unseres Clubs die Bahnfahrt nach Vanves an. In Paris-Nord angekommen, regnete und stürmte es gewaltig. Man musste warten, denn der Bus aus Vanves hatte Verspätung. Da passierte es: der Sturm wehte so heftig, dass ein Metallteil durch die Luft segelte und sich Beatrices Kopf als Ziel aussuchte, diesen aber zum Glück „nur“ streifte! Der Schock war groß, denn die Wunde blutete heftig. Die ambulance brachte Gilles und Beatrice ins nahegelegene Krankenhaus, wo die Wunde versorgt und genäht wurde. Inzwischen konnten die Anderen mit dem Bus nach Vanves fahren, wo bereits die übrigen Mitglieder, die mit Auto und Flugzeug angereist kamen, warteten. Wir waren 20 Teilnehmer.
Nach all der Aufregung tat uns allen der herzliche und fröhliche Empfang im salle Danton gut. Joël hieß uns herzlich Willkommen, wir tauschten Grüße von und an die Daheimgebliebenen aus, und auch der Bürgermeister Bernard Gauducheau begrüßte uns traditionsgemäß. Später am Abend kamen dann endlich auch Beatrice und Gilles, und beide wurden mit Freude und Erleichterung begrüßt.
Für den Samstag war ein Ausflug nach Poissy und nach Saint Germain en Laye vorgesehen (vorsichtshalber wollte man uns samstags nicht Paris zumuten wegen der immer noch vereinzelt anhaltenden Proteste der gilets jaunes – wie aufmerksam von unseren Freunden!). Poissy besitzt idyllische Plätze am Seineufer, die Maler wie Renoir und Monet zum Verweilen und Malen anregten. Auch der Architekt Le Corbusier hat sich hier verewigt und eine moderne Villa gebaut, die sehenswert ist. Mitten in der Stadt befindet sich eine distillerie artisanale, „Noyau de Poissy“ (Kern von Poissy) genannt. Wir hatten in diesem kleinen alten Familienbetrieb eine sehr nette und interessante Führung, erfuhren, dass die „noyaux“ von den mirabelles et prunelles (Mirabellen und Schlehen) zu einem Liqueur verarbeitet werden und konnten die verschiedenen Stufen der Destillation kosten. Oh la la…


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Zu unserem "Neujahrsempfang 2019" in unserem schönen Fachwerkhaus am Stadtpark konnten wir nicht nur erfreulich viele Mitglieder begrüßen (wir waren 30 Personen!), sondern auch den scheidenden Geschäftsführer der Stadtwerke Lehrte (die uns seit Jahren mit ihren Spenden großzügig bedenken!) Herrn Ebert willkommen heißen.
Traditionsgemäß stießen wir mit einem Glas Kir auf das neue Jahr an und Gilles wünschte allen Gesundheit oder: "bonne année, bonne santé" wie man in Frankreich sagt. Er wies kurz auf den vor einigen Tagen geschlossenen Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich in Aix la Chapelle hin, der aufs Neue eine vertiefende Zusammenarbeit beider Länder im Sinne Europas zum Inhalt hat. Und schließlich berichtete er von den laufenden Vorbereitungen zu unserer Bahnfahrt nach Vanves, um unsere französischen Freunde zu Pfingsten zu besuchen. Dann wurde das Buffet eröffnet.
In der Pause zwischen Käseplatte und Dessert hörten wir interessiert Karins und Günters Brief aus der Provence zu, in dem sie uns u.a. einen eindrucksvollen Bericht über die Entwicklung der "Gilets Jaunes" gaben und ihre Beweggründe und Streik-Auswirkungen auf die örtliche Wirtschaft erläuterten. So Einiges war neu für uns.

Unser adventliches Beisammensein fand diesmal in Burgdorf, im Kaffee der Landfrauen am Markt statt.
Es war ein fröhliches miteinander Plaudern, von den Torten kann man übrigens nur schwärmen und wenn wir in diesem Raum auch keiner Adventsgeschichte zuhören konnten, war uns doch vorweihnachtlich zu Mute und wir gingen mit guten Wünschen für die kommenden Festtage auseinander.