Die zwei Jahre seit dem letzten Besuch aus Vanves sind wie im Flug vergangen und schon war wieder Pfingsten.
Unsere Freunde kamen am Samstag um 10.00 Uhr in Langenhagen an und wurden mit zwei Großraum-Taxen von dort abgeholt.
Ab 11.00 Uhr schloss sich der Empfang mit Brunch im Fachwerkhaus an, an dem auch Bürgermeister Sidortschuk teilnahm, der alle mit einem herzlichen „Bonjour“ begrüßte und seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, dass diese Treffen abseits der großen politischen Bühne im Sinne des europäischen Gedankens nach wie vor sehr wertvoll seien.
Vorsitzender Gilles Marquis übersetzte die Worte und bat anschließend zum Brunch.

Etliche Damen des Clubs hatten wieder ein wunderbares kalt-warmes Buffet zusammengestellt, das sich alle schmecken ließen. Unser Wirt Hidir servierte die kalten und heißen Getränke. Gegen vierzehn Uhr löste sich das Treffen auf und es ging in die Familien, wo entweder Kaffee getrunken, eine kleine Tour in kleinen Gruppen unternommen wurde oder auch einfach nur Ausruhen auf der Terrasse angesagt war. Abends wurde dann zu Hause oder im Restaurant gegessen, auch hier schließen sich meistens kleinere Gruppen zusammen.

Am Sonntag startete der Tagesausflug mit dem Bus beim Hotel Fricke in Hämelerwald.
Die erste Etappe führte uns zur Marienburg, dort hatten die Deutschen eine sehr gute Führung, während die Franzosen nicht nur den Audio-Guide hatten, sondern auch von einem charmanten, begeisterten (!), nicht Französisch sprechenden Schlossführer begleitet wurden, mit dem sie viel Spaß hatten.

Weiter ging die Fahrt nach Hildesheim zum historischen Marktplatz und zum Essen im Gewölbekeller des Knochenhauer-Amtshauses. Nach dem Essen begann die zweistündige Führung in zwei Gruppen (französisch und deutsch), die sehr ausführlich und interessant war. In kleinen Gruppen konnten wir auch das Innere des Doms und der Michaeliskirche besichtigen, da um die Zeit keine Gottesdienste stattfanden. Anschließend konnten wir uns bei einem Kaffee etc. etwas ausruhen oder die Gelegenheit zu einem weiteren Spaziergang durch die Altstadtgassen nutzen.
Um 18.00 Uhr ging es dann mit dem Bus zurück nach Hämelerwald, wo uns im Hotel Fricke
schon ein Apéritif und ein kalt-warmes Buffet erwartete, das allen wie immer sehr gut geschmeckt hat. Der Abend verlief bei Gesprächen und kühlen Getränken (es war noch immer sehr warm) harmonisch und gegen 22.00 Uhr löste sich die Party auf und der Heimweg mit den eigenen PKW’s wurde angetreten. Zu Hause konnte man bei einem kleinen „Absacker“ den Tag noch einmal Revue passieren lassen und sich dann müde und geschafft ins Bett fallen lassen.


Am Montag konnten wir etwas länger schlafen und ausgiebiger frühstücken, da wir zu den Spielen am Fachwerkhaus erst um 11.00 Uhr verabredet waren. Bettina und Erik hatten sich wieder eininteressantes Spiel, an denen alle teilnehmen konnten, ohne Gruppen zu bilden. Es war so etwas wie „Stille Post“, wobei jeweils dem nächsten Nachbarn gesagt wurde „Was ist das?
Das ist ein Tic“ - " qu’est-ce que c’est? C’est un Tac“. Alle hatten viel Spaß und es wurde noch lange darüber geredet und gelacht.

Anschließend hat uns unser Wirt Hidir mit gegrillten Nackensteaks, Bratwürstchen und Getränken versorgt, was wieder großen Anklang fand. Die Damen (und ein Herr) des Clubs haben sich mit den Salaten wieder einmal selbst übertroffen.
Danach war die Gelegenheit zum Klönen oder Spazierengehen, um die Zeit bis zum Auftritt von MademoiCelle zu überbrücken. Die junge Frau aus Celle mit Begleitung am Keyboard begeisterte alle mit französischen Chansons, die sie sehr gekonnt und mit viel Charme vortrug. Als Zugabe sang sie das sehr berührende Lied „Göttingen“ von der leider früh verstorbenen französischen Sängerin BARBARA, in dem es um den Wunsch geht, dass die Zeiten des Blutvergiessens und des Hasses nie wieder kommen, und dass alle Kinder der Welt gleich sind und die gleichen Chancen bekommen müssen.

Nach diesem Highlight widmeten wir uns noch einmal den kulinarischen Genüssen und es gab Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.
Bei dieser Gelegenheit wurden dann die Geschenke gegenseitig verteilt und der Wanderpokal den Gästen, die die Spiele für sich entscheiden konnten, mit auf die Reise nach Vanves gegeben.
Die Gäste haben sich herzlich bedankt und eine Einladung nach Vanves für das nächste Jahr zu Pfingsten ausgesprochen.

Leider war dann eine Stunde später bereits der Moment gekommen, an dem es hieß Abschied von den französischen Freundinnen und Freunden zu nehmen. Die beiden Großraum-Taxen standen pünktlich um 18.00 Uhr vor der Tür, um die Gäste wieder zum Flughafen zu bringen.
Als die Gäste verabschiedet waren, wurde mit vereinten Kräften aufgeräumt und alle sind erschöpft, aber zufrieden mit diesem Wochenende nach Hause gefahren.

Au revoir et à l’année prochaine!